Gehen dir manche Hundebegegnungen zu Herzen? Hast du im Nachhinein noch mit Ärger, Wut oder Angst zu tun? Mit der Achtsamkeitsübung „Hand auf’s Hundeherz“, kannst du dich von negativen Gefühlen lösen und dein inneres Gleichgewicht wieder finden.

Eine Achtsamkeitsübung zur emotionalen Stabilisierung

Ich kann das gut nachempfinden, wenn Hundebegegnungen bei dir Stress auslösen. Auch ich kenne diese Momente, in denen ich mich hinterher schlecht fühle. Dann nutze ich oft Achtsamkeitsübungen, um mich innerlich zu stabilisieren.

Am liebsten mag ich kleine Körperübungen, wie die aus Nur Mut. Das kleine Überlebensbuch bei Herzklopfen, Angst & Co. (*Affiliate-Link) von Dr. Claudia Croos-Müller. Man kann diese Übungen überall machen kann, auch unterwegs auf dem Hundespaziergang. Sie fallen nicht auf und sind ganz einfach zu merken. Der Effekt ist phänomenal. Du kannst darüber deine Emotionen steuern und auf dein Gehirn Einfluss nehmen.

Wenn starke Emotionen die Oberhand gewinnen

Herz (Emotionen), Hand (Verhalten) und Kopf (Verstand) sind miteinander vernetzt. Jeder Gedanke ist mit einer Handlung und mit einem Gefühl verbunden. Mal hat der eine Bereiche, mal der andere die Oberhand. Unangenehm wird es nur dann, wenn Ärger oder Wut die Führung übernehmen, wenn Angst oder sogar Panik dich überrollen, obwohl die Situation, z. B. die Hundebegegnung, das in dem Maße gar nicht erforderte oder schon vorbei ist.

Self-Support to go: Die Achtsamkeitsübung „Hand auf’s Hundeherz“

Wenn dein Herz klopft, deine Gefühle und Gedanken durcheinander sind, dann gib dir diesen Self-Support to go, um dein inneres Gleichgewicht wieder zu finden: Leg eine Hand auf dein Herz und streich oder klopfe in kreisenden Bewegungen über den Brustbereich. Spüre die tröstliche Berührung und wie sich dadurch dein Atem, deine Gefühle und Gedanken beruhigen. Du kannst dir selbst dabei auch noch gut zusprechen und sagen: „Alles ist gut.“ Reibe oder klopfe mindestens 90 Sekunden deine Brust. Erst dann kommt die Information im Gehirn an.

Der Vagusnerv ist für die ruhige Herzfrequenz zuständig.

Neben vielen anderen Nervenstrukturen in deinem Herzen spielt der Vagusnerv bei der Selbstberuhigung eine wichtige Rolle. Er ist für die ruhige Herzfrequenz zuständig. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Vagusnerv „umherschweifenden Nerv“. Er ist der zehnte Hirnnerv und geht von der Schädelbasis zum Kehlkopf an der Speiseröhre entlang bis zum Herz. Die Polyvagal-Theorie besagt, dass er neben Sympathikus und Parasympathikus ebenfalls zum vegetativen Nervensystem gehört. Das vegetative Nervensystem ist autonom und arbeitet völlig ohne unser Zutun. Mit dieser Achtsamkeitsübung kannst du es beeinflussen und damit auch dein körperliches und emotionales Wohlbefinden.

Achtsamkeit mit Hund | Übung

Kombiniere die Körperübung mit mentalem Training.

Für viele Menschen ist es ungewohnt, auf diese Weise mit sich selbst zu sprechen und sich zu berühren. Hunden gegenüber fällt es viel leichter. Es ist ein schönes Gefühl über ihr weiches Fell zu streichen. Allein der Gedanke an unser geliebtes Tier tut uns gut. Wenn dein Hund gerade nicht in der Nähe ist, nutze für die Achtsamkeitsübung also gerne auch deine Vorstellungskraft und nimm währenddessen deinen Hund „in dein Herz“. Vielleicht bemerkst du einen Unterschied.

Diese Achtsamkeitsübung kannst du auch mit deinem Hund machen.

Achtsamkeitsübungen werden auch erfolgreich im Hundetraining angewandt. Gerade ängstliche, nervöse und reizempfindliche Hund profitieren davon. Ihr Nervensystem ist dem unseren recht ähnlich. Du kannst die Übung „Hand auf’s Hundeherz“ also bei Bedarf auch mit deinem Hund machen. Streichle oder klopfe ihm dafür mit langsamen kreisenden Bewegungen über sein Brustfell, um ihn zu trösten und beruhigen.

Hundebegegnungen meistern mit Achtsamkeitsübungen

Wir tun alles mögliche dafür, unsere Hunde für Hundebegegnungen zu trainieren. Natürlich wissen wir, wie wichtig es ist, dass wir dabei selbst entspannt sind. Einfache Körper-, Atem- und Wahrnehmungsübungen, wie die, die ich dir in diesem Artikel beschrieben habe, setzen genau da an. Je mehr du lernst, achtsam mit dir umzugehen und dich selbst zu führen, umso besser gelingt es dir auch, deinem Hund in herausfordernden Situationen Führung zu geben.

Hast du die Übung ausprobiert? Ich freue mich auf deinen Bericht in den Kommentaren.

HUNDEBEGEGNUNGNEN MEISTERN

konstruktive Konfliktstrategien für Hundehalter*innen

Online-Seminar