Klar könnte man einen Hund auch in einer Einzimmerwohnung in der Großstadt halten. Ich kann es nicht. Selbst die gut geschnittene Dreizimmerwohnung mit großem Balkon im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in einem ruhigen Stadtteil von Freiburg direkt am Waldrand war für Cosmo und mich nicht das Richtige.

Die äußeren Rahmenbedingungen schienen perfekt zu passen, aber innendrin sah es leider anders aus. Im Mehrparteienhaus gab es Nachbarn, die Hundehaltung nicht dulden wollten.

Ungerechtfertigte Anschuldigungen und die Drohung, dass der Mietvertrag gekündigt werden würde, erhielten wir per Zettel von der Hausverwaltung in den Briefkasten. Ein teures Anwaltschreiben stärkte unsere Position kurzfristig. Der psychische Stress legte sich nicht.

Die Wohnungssuche mit Hund in Freiburg und Umgebung gestaltete sich damals schon sehr zäh und es war absehbar, dass wir über Anzeigen und einschlägige Online-Portale keine finden würden.

Als wir bei einem befreundeten Paar in Vörstetten zum Kaffeetrinken eingeladen waren, eröffnete sich plötzlich eine Option. Da die beiden ins Nachbarhaus ziehen und sich vergrößern wollten, wurde ihre Wohnung frei oder besser ein kleines Häuschen im Anbau eines Fachwerkhauses.

Wir hatten nicht vor, auf’s Land zu ziehen. Vor allem für meinen Mann, ein waschechter Freiburger „Bobbele“, war es unvorstellbar aus der Stadt rauszugehen. Aber die Sehnsucht nach einer friedlicheren Umgebung für uns drei war auch bei ihm groß.

Ich träumte in der darauffolgenden Nacht schon vom Umzug und als wir ein knappes Jahr später wirklich dort einzogen und ich zum ersten Mal mit Cosmo über die Wiesen und Felder spazieren ging, fühlte ich mich in diesem Dorf am Fuße des Kandel endlich wieder zuhause und das hat sich in den letzten 10 Jahren auch nicht geändert.

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