In dieser Podcastepisode gibt Kirsten Frerichs Einblicke in ihren Arbeitsalltag und den ihres Schulhundes. Sie ist seit 2006 Grundschullehrerin. Ihr erster Hund Piet war ihr Herzenshund, aber leider für die Arbeit in der Schule nicht geeignet. Als dieser nach 16 Jahren sehr krank wird und stirbt, will sie erstmal keinen Hund mehr haben. Doch dann entdeckt sie Pelle bei einer Tierschutzorganisation. Kirsten hat einen 12-jährigen Sohn und stellte schnell fest, dass Pelle Kindern gegenüber offen ist und ihnen freundlich begegnet. Woraufhin sie wieder lauter über die Idee nachdachte, ihn als Schulhund zur Arbeit mitzunehmen. „Pelle war ein Glücksmoment“, sagt sie im Nachhinein. Doch zuerst musste sie die Schulleitung überzeugen. 

Sie berichtet, wie sie es geschafft hat, das Go! dafür zu bekommen. Neben der Schulleitung brauchte sie auch den Rückhalt der Eltern. Bedenken hinsichtlich Hygiene und Allergien oder Ängsten nahm sie ernst. Als sie das Einverständnis aller Parteien hat, macht sie die Ausbildung bei dogik – Pädagogik mit Hund und startet zunächst mit der „Schulhund-AG“.

Pelle ist aktuell der Klassenhund einer 3. Klasse. Sein Wirkungskreis ist der Klassenraum. Hundepfoten weisen den Weg zur Hundeklasse und morgens begrüßen ihn die Schüler und Schülerinnen mit: „Guten Morgen, Herr Pelle!“ Im Unterschied zu Kirsten hat Pelle an manchen Tagen frei. Doch auch ohne dass er physisch anwesend ist, macht er das Lernen leichter.

Kirsten beschreibt ihren Pelle als rotzefrech aber herzensgut: „Er weiß zum rechten Zeitpunkt einen Witz zu reißen. Manchmal denke ich, durch ihn ist die Rolle des Klassenclowns schon besetzt.“

Doch die Arbeit als Lehrerin nimmt er ihr nicht ab. Den Unterricht und den Einsatz des Schulhundes zu planen, bedeutet mehr Aufwand. Dabei geht es nicht nur um methodisch-didaktische Überlegungen, sondern auch darum, den Unterricht aus Hundesicht machbar, zuträglich und möglichst entspannt zu gestalten.

Sie setzt ihn beispielsweise dann ein, wenn ein Kind Lernschwierigkeiten hat und sich nicht für eine bestimmte Aufgabe motiveren kann. Oft reicht die reine Anwesenheit des Hundes aus und das Kind kann sich besser konzentrieren. Kirsten berichtet auch von dem Phänomen, dass Pelle sich manchmal gezielt Kinder aussucht, die seine Unterstützung brauchen. 

Ganz nebenbei lernen die Kinder im Umgang mit dem Hund auch Empathie. Die positiven Effekte eines Schulhund-Einsatzes auf das Soziale Lernen sind nicht von der Hand zu weisen.

Wenn du dich für die Ausbildung eines Schulhundes und seinen Einsatz an der Grundschule interessierst, dann hör mal in die Podcastfolge rein. Darin gewinnst du einen guten Eindruck davon.

TL-35 Über Ausbildung und Arbeitsalltag eines Schulhundteams – Interview mit Kirsten Frerichs

Träume leben - Der Hund als Berufung

Links zum Thema „Schulhund“

Für alle Fälle Pelle – der Schulhund: Kirsten Frerichs berichtet über den Arbeitsalltag mit Pelle
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Schulhunde: konstruktiver Austausch mit Bezug zur Ausbildung, Kontakte zu Menschen und Ausbildern
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Arbeitskreis Schulhunde Bayern: Ansprechpartnerin Nadine Kleber
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