Rückblende: Diese Erinnerungen tun weh und deshalb habe ich das Kapitel mal wieder übersprungen. Dabei ist es für meine persönliche Entwicklung mit meinem Hund grundlegend wichtig, auch wenn ich das Gefühl der Ohnmacht, das damit verbunden ist, am liebsten vergessen will.

Ich mag mich nicht gerne daran erinnern, wie ein Hundetrainer meinem Hund so viel Druck machte, dass er sich vor Angst unter dem Vordersitz meines Autos vergrub oder daran, wie ein ehemals guter Freund oder meine Eltern meine Hausregeln für den Hund ignorierten oder wie schließlich eine Nachbarin meinen Hund beschwichtigen wollte und ihn dabei in die Ecke des Hausflurs drängte, woraufhin er sie in die Fessel biss.

Das sind alles nur Beispiele für Situationen, in denen es andere Menschen „gut“ mit mir und meinem Hund meinten und dachten, sie würden sich mit Hunden auskennen oder wüssten, was das Richtige für uns ist.

Ich habe viele solcher „Übergriffe“ erlebt bis es mir gar nicht mehr bewusst war, wie andere Menschen immer wieder über meine Grenzen gingen. Es macht mich traurig, wütend und hilflos, wenn ich an mein früheres Ich denke und an den kleinen Hund.

Boah, das ist echt ein bleischwerer Klumpen, den ich da bis heute mit mir herumschleppe und es fällt mir ehrlich schwer, darin die „echte“ Hundegeschichte, die mich im Herzen berührt zu finden.

Wie bei manchen Büchern oder Filmen hilft es mir, diesen Teil meiner Erinnerungen anzusehen, wenn ich das Ende schon kenne. Dann wird aus dem bleischweren Klumpen auf einmal ein Diamant – das wertvolle Wissen um den Weg und wie wir es geschafft haben.

Danke fürs Lesen bis hier.