Es gibt verschiedene Herangehensweisen bei der Preisgestaltung von Hundecoaching-Angeboten. Man kann seine Preise mit dem Taschenrechner rauf und runter kalkulieren, sich dabei am Branchenschnitt für Hundetraining orientieren, Hochpreis- oder Niedrigpreis-Strategien fahren, Kosten für Miete, Technik, Zeit, die Coachingausbildungen gegenrechnen und trotzdem nicht zufrieden damit sein.

Am Ende ist eben der Preis nicht nur eine Zahl und Geld, nicht nur ein Zahlungsmittel. Der Preis gehört zur Positionierung eines Hundecoachs am Markt und in der Branche. Doch wie kommt der Preis für mein Hundecoaching zustande? In diesem Beitrag verrate ich dir, wie ich meine Preise mache.

Der Preis ist Selbstwertschätzung.

Ein wichtiger Aspekt ist, den Wert hinter meinem Angebot zu kennen und zu sehen, wie viel Energie ich darin investiere. Hundecoaching besteht von außen betrachtet „nur“ aus guter Gesprächsführung. Doch meine Technik, die Art und Weise wie ich arbeite, das bin ich und niemand kann meinen Stil kopieren. Um einen guten Preis für meine Leistung zu finden, muss ich das wertschätzen, wer, wie, was ich bin und kann.

Ich rechne nicht in Stundensätzen.

Immer wieder habe ich versucht, von einem Stundensatz, z. B. für ein Einzelcoaching, ausgehend meine anderen Angebotspreise zu definieren. Das ließ sich nicht abbilden und widerstrebte mir. Schließlich habe ich erkannt, dass die Preise für meine verschiedenen Angebote alle unabhängig voneinander sind. Ich rechne seither nicht mehr in Stundensätzen und betrachte jedes Angebot für sich.

Meine Preise sind Statements.

Meine Preise sind Statements. Sie sagen etwas über mich aus und sie transportieren eine Message zu meinen Kunden. Meine Aufgabe als Hundecoach ist es nicht, vorgefertigte Lösungen für die Hundeprobleme meiner Coachees zu finden. Ich verkaufe keine Rezepte, die du in jedem guten Hunderatgeber nachlesen kannst, sondern eine individuelle Dienstleistung. Meine Preise sind symbolisch. Sie stehen für das Zutrauen, das ich in meine Coachees habe, dass sie ihre eigenen Lösungen finden und wissen, was gut für sie ist.

Meine Preise führen meine Kunden.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten mit mir zu arbeiten. Meine Preise führen meine Kunden – zu einem Angebot hin und auch mal davon weg. Ärgert sich jemand über den relativ hohen Preis eines Einzelcoachings, kann es ihn auch aktivieren, selbst aktiv zu werden, endlich die Dinge umzusetzen für die er nur ein Go! von mir gebraucht hätte oder er meldet sich für eines meiner anderen Angebote an.

Und wenn es sich jemand nicht leisten kann?

Wenn jemand sich mein Hundecoaching nicht leisten kann, findet er viele kostenlose Angebote in meinem Hundeblog-Magazin, im Podcast und mit meinen Social-Media-Beiträgen. Einen günstigen Einstieg in das Thema Hundecoaching bietet auch mein Buch.  Der Preis ist selten das Problem, warum jemand ein Angebot nicht kauft. Er ist bereits ein Teil der Lösung. Ich möchte Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützen und sie nicht durch günstige Preise an mich binden. Oft genügt ein Wort als Erinnerung an die eigene Kraft. Wenn meine Kunden meine Texte lesen, dann können sie schon sehr viel erreichen.

Der Preis energetisiert das Angebot.

An meiner Bereitschaft merke ich, ob ein Preis für mich stimmt oder nicht. Das gilt sowohl für mich als Coach als auch, wenn ich selbst in der Rolle der Kundin bin. Statt dem Begriff „Bereitschaft“ könnte man auch Motivation sagen oder Energie. Ich spüre dann ein freudiges Kribbeln im Bauch. Der Preis gibt mir Energie und er energetisiert gleichzeitig das Angebot.

Der Preis dient nicht nur mir, sondern auch meinen Kunden.

Selbstverständlich will ich mit Hundecoaching Geld verdienen. Der Preis soll ein Ausgleich sein für den Einsatz, den ich für meine Arbeit aufwende und er trägt dazu bei, dass ich meine Existenz sichern kann. Doch ein Preis, mit dem ich zufrieden bin und der zu einem existenzsichernden Einkommen beiträgt, entlastet auch meine Kunden. Sie kaufen schließlich eine professionelle Dienstleistung und keinen Freundschaftsdienst. Sie wissen, ich habe für mich gesorgt und dass Sie mir darüber hinaus nichts schuldig sind. Die Rollen sind damit geklärt.

Manchmal verschenke ich auch ein Hundecoaching.

Ein geschätzter Kollege von mir, sagte einmal, dass er entweder kostenlos arbeite oder seinen regulären Preis nähme. Das hat mir sehr geholfen, eine klare Preisstrategie zu fahren. Ich mache gerne Geschenke, aber ich gebe ungern Rabatte, weil ich damit die Wertschätzung des Angebots langfristig schmälere. Ein kostenloses Angebot ist hingegen ein Zeichen von Großzügigkeit. Es ist ein Geschenk, das von Herzen kommt.

Es gibt keine „Wenn-Dann-Regel“ dafür.

Um auf die eingangs gestellte Frage zurück zu kommen. Ich gestalte meine Angebote und Preise systemisch, indem ich schaue, wie sie zueinander passen, damit sie ihre Wirkung entfalten. Es gibt keine „Wenn-Dann-Regel“ dafür. Meine Hundecoaching-Angebote kosten das, was ich mir wert bin, was mir Energie und Kraft gibt, was meine Existenz sichert, was meine Bereitschaft und Motivation weckt, mein Bestes zu geben. Denn das ist es, was es für meine Kunden wertvoll macht.

Das ist also meine ganz persönliche Preisstrategie. Wenn du dich jetzt fragst, wie du das auf dich übertragen kannst, dann sag ich nur: Mach es auf deine Art! Finde deine einzigartige Preisstrategie! Ich unterstütze dich gerne dabei.

TEAM SPIRIT

– Gruppencoaching

Deine Berufung Hund aus ganzem Herzen leben.