Es dauerte ein paar Jahre bis Cosmo mit mir „reden“ wollte und bis ich ihn verstand. Eine Hundefreundin sagte mal, er wirke auf sie wie ein Autist, unerreichbar, völlig in seiner eigenen Welt.

Seine Aggressionen kamen für mich aus dem Nichts. An einem Tag waren bestimmte Reize kein Grund zur Aufregung und am nächsten Tag explodierte er oder lief weg wahlweise aus Frust, Angst, Sorge, Kälte, Langeweile, weil er Bauchweh oder Hunger hatte.

Diese scheinbare Unberechenbarkeit war unsere größte Baustelle bis ich herausfand: Ich bin ich und mein Hund ist mein Hund. Er fühlt, was ich fühle und ich kann fühlen, was er fühlt. Das ist unsere Verbindung.

Genau wie sich meine Stimmungen auf ihn übertragen können, können sich seine auf mich übertragen. Das war der Schlüssel. Heute nutze ich die Stimmungsübertragung bewusst und begegne ihm mit Empathie. Indem ich ihm seine Gefühle spiegle, hole ich ihn aus seiner Welt und zurück zu mir auf die Erde.

Lustigerweise fing Cosmo daraufhin an, auch mit mir zu reden und wendet sich seit Neuestem gerne mal von sich aus an mich.

Wenn ich seine Blicke und Gesten nicht deute, nicht reagiere, stellt er sich schon mal neben mich und wufft: „Hör mir jetzt mal zu!“

Spricht dein Hund mit dir? Könnt ihr euch „verstehen“?

Dein Hund –
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